Forschung
Abgeschlossene Forschungsprojekte
Abgeschlossene Forschungsprojekte an der Professur für Bayerische Landesgeschichte und europäische Regionalgeschichte:
Die Virtuelle Hochschule Bayern fördert das gemeinsame Projekt der landesgeschichtlichen Professuren der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Julius-Maximilians-Universität Würzburg sowie der Universität Passau, das sich zum Ziel gesetzt hat, einen einsemestrigen Online-Kurs zur Vorbereitung auf das Staatsexamen zu entwickeln.
Das Online-Repetitorium vermittelt den Studierenden einen Überblick über die Geschichte Bayerns im Mittelalter (ca. 500–1500) unter besonderer Beachtung der regionalen Entwicklungen in Altbayern, Franken und Schwaben. Zu diesem Zweck werden staatsexamensrelevante Themenbereiche unter Einbeziehung aktueller Forschungsliteratur erarbeitet und die Vorgehensweise bei der Beantwortung von Klausurfragen eingeübt.
Als Verbundinstitut der bayerischen Hochschulen erweitert die Virtuelle Hochschule Bayern das Präsenz-Lehrangebot um bedarfsgerechte Online-Lehrveranstaltungen zur Entlastung und Unterstützung der Lehre. So soll der Kurs für Lehramtsstudierende an allen bayerischen Universitäten ab dem Sommersemester 2022 angeboten werden.
Links:
Das von der Virtuellen Hochschule Bayern geförderte Projekt der landesgeschichtlichen Professuren der Universität Passau und der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie des Instituts für fränkische Landesgeschichte an den Universitäten Bamberg und Bayreuth befasst sich mit der Entwicklung eines Online-Staatsexamensvorbereitungskurses, der Studierenden des Lehramts in Bayern innerhalb eines Semesters einen Überblick über circa 300 Jahre bayerische Geschichte der Frühen Neuzeit verschaffen soll.
Das Online-Repetitorium zur Frühen Neuzeit behandelt die Geschichte Bayerns von 1500-1806, wobei die regionalen Entwicklungen Altbayerns, Frankens und Schwabens berücksichtigt werden. Für das Examensgebiet „Neuere Geschichte“ relevante Themenbereiche werden in Kooperation der Universitäten anhand von Quellen und aktueller Forschungsliteratur erarbeitet. Die formellen Anforderungen von Staatsexamensklausuren werden besprochen und die Bearbeitung der Fragen exemplarisch geübt.
Als Verbundinstitut der bayerischen Hochschulen erweitert die Virtuelle Hochschule Bayern das Präsenz-Lehrangebot um bedarfsgerechte Online-Lehrveranstaltungen zur Entlastung und Unterstützung der Lehre. So soll der Kurs für Lehramtsstudierende an allen bayerischen Universitäten ab dem Wintersemester 2023 angeboten werden.
Links:
Gefördert durch:

Beteiligte Konsortialpartner:

Aktuelle Forschungsprojekte
Aktuelle Forschungsprojekte an der Professur für Bayerische Landesgeschichte und europäische Regionalgeschichte:
Das 18. Jahrhundert war für Frauen in ganz Europa eine Zeit des Wandels. In Italien erhielten Frauen einen besseren Zugang zu Bildung, akademischen Positionen und Berufen. Die in Venedig entstehenden italienischen Opern, die die Verbreitung von Ideen und Geschlechtermodellen durch Aufführungen förderten, waren ein wichtiges Instrument zur Gestaltung von kulturellen und geschlechtssepzifischen Identitäten. Dennoch fehlt uns noch immer ein umfassendes Verständnis der Rolle der Frauen in der Oper, auf der Opernbühne und ein umfassendes Verständnis des kritischen Diskurses über Frauen im 18. Jahrhundert, der durch Aufführungen der italienischen Oper in ganz Europa während des Zeitalters der Aufklärung ausgelöst wurde. Während die zunehmende Sichtbarkeit von Frauen in Kultur und Gesellschaft Literatur-, Theater- und Kulturhistoriker dazu veranlasst hat, sich der „Frauenfrage“ zuzuwenden und zu untersuchen, wie Frauen begannen, ihre eigene Autorität gegenüber männlichen Weiblichkeitskonsstruktionen in der öffentlichen Sphäre zu behaupten, sind die Opernwissenschaftler ins Hintertreffen geraten, und die Kulturgeschichte der Operndarstellerinnen muss erst noch geschrieben werden.
Das Projekt "Women in 18th Century Venice (WoVen)" wird sich auf Sängerinnen in Venedig im 18. Jahrhundert konzentrieren. Es rekonstruiert sowohl die Karrieren der Sängerinnen als auch ihre ausdrucksstarken stimmlichen und körperlichen ‚performances‘, auch im Vergleich zu ihren Konkurrenten, den Kastraten. Im Zentrum des Forschungsprojekts steht die Interaktion zwischen Bühnenrolle und öffentlicher Person. Eine Fallstudie nimmt die Sopranistin Maria Rosa Schwarzmann, bekannt als „La Bavarese“ in den Blick. La Bavarese, die erste deutsche Sängerin, die sich als Primadonna am Münchner Hof etablierte, hatte eine intensive Gesangskarriere zwischen Venedig und München. Bezeichnenderweise benutzte sie einen italienisierten Künstlernamen, „La Bavarese“ (oder „Rosa Bavarese“). Weitere Informationen über ihre Karriere und eine Untersuchung ihres Gesangprofils werden die wahrgenommene Qualität der italianità als notwendiges Attribut für den Status der ‚prima donna‘ in der ‚opera seria‘ des 18. Jahrhunderts. Diese Forschungslinie wird deutsch-italienische Netzwerke von Mäzenen und Agenten untersuchen, die die Oper in Venedig unterstützen und professionelle Engagements und Reisen von Musikern zwischen Italien und den deutschen Höfen ermöglichten.
Weiterführende Informationen zu dem Projekt unter der Leitung von Frau Prof. Melania Bucciarelli (Norwegian University of Science and Technology) in Kooperation mit Margaret Butler, Christine Jeanneret, Britta Kägler, Tatiana Korneeva, Francesca Menchelli, und Reinhard Strohm in englischer Sprache finden Sie auf der Internetseite https://www.ntnu.edu/music/woven.
Projektleitung:
Prof. Melania Bucciarelli (NTNU)
Projektmitglieder:
- Margaret Butler (University of Wisconsin-Madison)
- Deda Cristina Colonna (Schola Cantorum Basiliensis)
- Christine Jeanneret (University of Copenhagen)
- Tatiana Korneeva (University of Venice/Freie Universität Berlin)
- Britta Kägler (Universität Passau)
- Francesca Menchelli (Music Conservatory of Benevento)
- Reinhard Strohm (University of Oxford)
Forschungsgebiete
- Religion, Kirche und Gesellschaft in epochenübergreifender Perspektive
- Kulturgeschichte der Neuzeit (mit besonderem Interesse an sozialen und kulturellen Transfers zwischen dem Alten Reich und Italien)
- Bau- und Wirtschaftsgeschichte des Barock
- Europäische und internationale Vernetzungen und ihre regionale Relevanz
- Gesellschaftlicher und politischer Wandel im 20. Jahrhundert
- Geschichte und Methoden, Digitalisierungs- und Internetprojekte der Landesgeschichte
- Hof- und Adelsgeschichte
- Stiftungswesen der Frühen Neuzeit
- amtliche Statistik des 18. und frühen 19. Jahrhundert
- Reise- und Tourismusgeschichte
- Didaktik der Geschichte und Public History
Dissertationsprojekte
Macht und Zahlen. Statistik als Herrschafts- und Ordnungselement in der Zeit Kurfürst Karl Theodors (Arbeitstitel)
Wissen ist Macht lautet ein geflügeltes Wort. Um aus dem eigenen Territorium den größtmöglichen Nutzen zu ziehen, brauchten der frühneuzeitliche Fürst und seine Verwaltung genaue Kenntnisse über den Ist-Zustand und das zukünftige Potenzial desselben. Sie brauchten Überblick. Und diesen Überblick verschaffte sich das aufklärerische 18. Jahrhundert durch akribisches Zählen, Vermessen, Kartographieren, Tabellarisieren und Auswerten. Die Ordnung und Quantifizierung von Elementen innerhalb des kontrollierten bzw. zu kontrollierenden Territoriums erzeugten dabei Vergleichbarkeit und eröffneten so neue Zugänge für Prognosen, strategische Planung und Erfolgsmessung. Essenziell bleibt somit, dass die genauen Kenntnisse über jene Elemente nur einen sekundären Faktor darstellten; was im wahrsten Wortsinn zählte, war der durch diese Kenntnisse legitimierte Machtanspruch, Entscheidungen zu fällen.
Das Dissertationsprojekt befasst sich mit Methoden und Inhalten der statistischen Erfassung und der anschließenden „Untersuchung“ der milden Säcularstiftungen Altbayerns unter Kurfürst Karl Theodor. Am 10. Januar 1792 erging zu diesem Zweck eine umfangreiche Instruktion an die Obere Landesregierung, eine detaillierte Erhebung von solch wohltätigen Einrichtungen – darunter Spitäler, Almosen- und Stipendienstiftungen – in den Rentämtern München, Landshut, Burghausen und Straubing durchzuführen. Die Ergebnisse wurden tabellarisch aufbereitet, geordnet nach Rentämtern, Pfleggerichten und Städten bzw. Märkten. Dadurch konnte die Basis geschaffen werden, die Versorgung der Untertanen zu optimieren und zugleich die für diese Versorgung überflüssigen Erträge einzelner Einrichtungen für die Zwecke des kurfürstlichen Apparates abzuschöpfen. Hinzu kam noch eine im Sinne der Aufklärung ordnende, kultivierende, ja disziplinierende Funktion in Bezug auf den äußeren Raum sowie die Demonstration einer fortschrittlichen, effizienten Verwaltung im Inneren. All dies stellte um 1790 aus Sicht der Regierung eine Notwendigkeit dar. Die finanzielle Lage des Kurfürstentums war angesichts des mehrfach ererbten Schuldenberges immer noch desaströs, gleichzeitig bedienten sich Städte und Märkte oft so freizügig der Stiftungskassen, dass wenig Aussicht auf die Rückzahlung vergebener Kredite bestand und somit Erträge regelmäßig nicht mehr dem eigentlichen Stiftungszweck zuflossen.
Untersucht wird die Erhebung von 1792 sowohl nach inhaltlichen als auch nach methodischen Kriterien. Ein erster Schwerpunkt liegt dabei klar auf dem Komplex Stiftung, ein zweiter auf dem Themenfeld Statistik. Die gewonnenen Erkenntnisse werden zusammengeführt, um die konkrete Erhebung von 1792 im Spiegel der Aufklärung und im Hinblick auf Formen und Entwicklungsprozesse frühneuzeitlicher Staatlichkeit zu untersuchen.
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Auswertung erstmals Einblick in die frühneuzeitliche Stiftungslandschaft Altbayerns erlaubt, die Zusammenarbeit von Unter-, Mittel- und Zentralbehörden erhellt und Erkenntnisse über die Genese organisierter statistischer Datenerfassung und ihre frühe politische Instrumentalisierung liefert. Außerdem wird zu fragen sein, warum gerade die Stiftungen um 1790 in den Fokus der Regierung rückten, welche Akteure sich als maßgeblich verantwortlich identifizieren lassen, unter welchen Gesichtspunkten die Daten erhoben und weiterverarbeitet wurden, wie man Ergebnisse einsetzte, um Entscheidungen zu legitimieren und welche Konsequenzen die Erhebung schließlich auf Stiftungsebene hatte.
Zwischen Bischofsstadt und der ‚weiten‘ Welt? Jesuitische (Selbst-)Wahrnehmung im Tätigkeitsraum des Passauer Jesuitenkollegs (1612–1773) [Arbeitstitel]
Dissertationsprojekt von Vito Conego, Erstbetreuerin: Prof. Dr. Britta Kägler
Das Jesuitenkolleg in Passau wurde 1612 von Fürstbischof Leopold I. (Erzherzog Leopold V. von Österreich-Tirol) gegründet und der österreichischen Provinz angeschlossen. Das Kolleg lag damit inmitten einer Gemengelage weltlicher und geistlicher Machtbereiche: Bischofssitz der Diözese war die Stadt Passau, die zwischen den bayerischen und österreichischen Diözesanteilen angesiedelt war. Der Fürstbischof hatte in Österreich eine nur mangelhafte geistliche Durchsetzungskraft. Passau verfügte über ein kleines Hochstift im direkten Umkreis. Die österreichische Jesuitenprovinz wurde von den großen Kollegien in Graz, Innsbruck und Wien ausgemacht; das Kolleg in Passau lag in der Peripherie in direkter Grenzlage zur oberdeutschen Jesuitenprovinz. Die Kernaufgaben des Kollegs umfassten u. a. die Führung eines Gymnasiums, einer Hochschule und eines Priesterseminars, aber auch die Mission im Salzkammergut. Damit wurden die Jesuiten der Gründungsurkunde gerecht, in der Leopold I. vor allem die Rückführung zum rechten Glauben als Ziel herausgegeben hatte.
Im Mittelpunkt des Dissertationsprojekts wird eine wahrnehmungsgeschichtliche Analyse stehen, die chronologisch angelegt wird, um Wahrnehmungsverschiebungen in ihrer Abfolge und Genese abbilden zu können. Was wird über Passau und das Leben/Wirken in Passau berichtet? Wie berichten die Jesuiten in Briefen über Passau an die Ordenszentrale in Rom und welches Passau-Bild übermitteln sie dorthin? Wie gestaltete sich die Selbstwahrnehmung der Jesuiten in Passau? Wie klein oder groß war die Welt der Passauer Jesuiten und welchen Platz nahmen sie in der eigenen Wahrnehmung darin ein?
Außerdem soll die Nähe und/oder Ferne zu den Passauer Fürstbischöfen beleuchtet werden. Mit einigen der Fürstbischöfe (u. a.den Habsburgern, Sebastian Johann Graf von Pötting-Persing und Kardinal Joseph Dominikus von Lamberg) hatten zumindest ausgewählte Jesuiten in Passau engste Beziehungen. Noch 1763 bezeichneten die Jesuiten ihr Passauer Kolleg als „Archiducalis Societatis Jesu Collegii“, eine Ehrerweisung an den habsburgischen Gründer und ein kleiner Einblick in ihr Selbstverständnis. Mit Wenzeslaus von Thun sowie dem bekennenden Jesuitenfeind und katholischen Aufklärer Joseph Maria Graf von Thun standen die Jesuiten im Konflikt. Inwiefern änderte sich dadurch ihre Bewertung des Standortes Passau? Zeigten sie eine Jetzt-erst-recht-Einstellung oder sogar Resignation? Wie reagierten Jesuiten auf die Krisenphase kurz vor der Auflösung ihres Ordens?
Das Promotionsprojekt stützt sich auf eine breite Quellengrundlage. Die für den ordensinternen Gebrauch verfassten Jahresberichte (litterae annuae) sind vollständig erhalten. Sie werden um Band 1 der Germania Sacra aus der Feder von Marcus Hansiz SJ (Bd. 1: Bistum Lorch und Diözese Passau, 1727) und Briefe (epistulae) an das Generalat in Rom ergänzt. Hinzu treten Quellen, die aus dem strukturierten jesuitischen Kommunikationssystem herausbrachen, darunter bspw. ein außerordentliches Gratulationsschreiben an den neueingesetzten Bischof Leopold Ernst von Firmian, von dem sie sich eine Umkehr der antijesuitischen Politik seines Vorgängers Joseph Maria von Thun erhofften.
Die Entwicklung der liberalen Bewegung (Liberalismus) in Bayern von 1818-1848/49 (Arbeitstitel)
Dissertationsprojekt von Martin Dort, Erstbetreuerin: Prof. Dr. Britta Kägler, Zweitbetreuerin: Prof. Dr. Hannelore Putz
Die Entwicklung der liberalen Bewegung (Liberalismus) in Bayern von 1818 bis zum Ende der Revolution 1848/49 unter besonderer Berücksichtigung von Karl Ferdinand von Closen (1786-1856), einem bedeutsamen liberalen Akteur im Spannungsverhältnis zwischen monarchischem Prinzip und liberaler (und demokratischer) Entwicklung der Gesellschaft und des Staates
Die liberale Bewegung in ihren verschiedenen Ausprägungen in Deutschland und auch in Bayern durchlief, beginnend mit den Befreiungskriegen, über das Wartburg- und das Hambacher Fest bis zur Frankfurter Nationalversammlung 1848 und der Revolution 1848/49 – um nur die prägnantesten Ereignisse in der ersten Jahrhunderthälfte zu nennen – eine, in vielen Aspekten ambivalente Entwicklung. Der dominierende Faktor, der sie über alle sozialen Unterschiede und divergierenden Einstellungen zur politischen Realität zusammenhielt, war der Glaube an den Fortschritt und selbst Träger dieses Fortschritts zu sein. Gleichwohl gab es nicht „die liberale Bewegung“, sondern es gab die deutlich unterscheidbare Zuordenbarkeit zwischen den gemäßigten Liberalen und den „radikal-demokratischen“ Liberalen, die, auf Bayern bezogen, vor allem in den neubayerischen Landesteilen zuhause waren. Dabei wurde das gesellschaftliche und politische Leben von der Repression des Staates überschattet und massiv von den Auswirkungen der sich entwickelnden industriellen Revolution beeinflusst.
Im Mittelpunkt der Arbeit steht der Entwicklungsgang des Liberalismus in Bayern im Spannungsfeld sich verändernder Machtkonstellationen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Mit der Untersuchung des Beziehungsgeflechts ‚Konstitutionelle Monarchie – Liberalismus‘ in diesem Zeitabschnitt erfährt ein bisher eher weniger betonter Aspekt der Forschung mehr Beachtung. Die exemplarische Betrachtung am Fall der Protagonisten Karl Ferdinand von Closen und Ludwig I. ergibt einen ausführlichen Überblick über die liberale Bewegung in Bayern in den für sie mit entscheidenden drei Jahrzehnten von 1818/19 bis 1848/49. Sie schafft gleichzeitig den Rahmen für die Bearbeitung der Biografie des bedeutsamen liberalen Akteurs Karl Ferdinand von Closen, dem bisher keine zusammenhängende Würdigung seines Einsatzes für die liberale Bewegung in Bayern zuteilwurde.
Der Werdegang von Karl Ferdinand Freiherr von Closen (geboren am 31.12.1786 in Zweibrücken/Pfalz, gestorben am 19.12.1856 in Gern bei Eggenfelden) im Widerstreit mit dem Machtapparat des mit dem monarchischen Prinzip legitimierten Königs Ludwig I. spiegelt in weiten Teilen die Komplexität der politischen Entwicklungen in diesen Jahrzehnten des Vormärz in Bayern wider.
Der Schlüssel für das Funktionieren des Interessenausgleichs zwischen den Monarchen und den, das Volk vertretenden Liberalen war die Einführung von Verfassungen. Die Verfassung von 1818 war auch für die Entwicklung Bayerns und für die Entwicklung der liberalen Bewegung in Bayern im 19. Jahrhundert von herausragender Bedeutung. Die Verfassung schuf den Rahmen für den Bewegungsspielraum, den die Protagonisten auf der liberalen und auf der anderen Seite die Vertreter der Herrschenden, im Speziellen der König und seine Minister, ausfüllten.
Die Basis der monarchischen Herrschaft in Bayern wurde zwar grundsätzlich durch die Verfassung festgeschrieben, aber sie schuf auch ein, durch ihr Regelwerk und dem darin verankerten Wahlrecht legitimiertes Fundament für diejenigen, die sich politisch interessierten, sich durch eigenes Handeln als Vertreter der Nation gegenüber dem König und der Regierung zu profilieren. Und die Verfassung ließ Raum für Interpretationen. Ihre Bestimmungen konnten erst im Ringen Vieler in eindeutigerer Weise verstanden werden. Dieses Ringen und das Fehlen einiger wichtiger Aspekte sowie die ausbleibende Weiterentwicklung führten später zu großen Kontroversen im Verhältnis zwischen König und Parlament. An erster Stelle sind hier die Auseinandersetzungen um die Zivilliste und massive Auseinandersetzungen um Finanz- und Budgetfragen unter der Herrschaft Ludwigs I. zu nennen. Diese parlamentarischen Auseinandersetzungen bildeten dann auch das „Spielfeld“ für die Profilierung der liberalen Opposition.
Es wird eine Hauptaufgabe dieses Dissertationsprojektes sein, den Bewegungsspielraum für die Entwicklung des Liberalismus in Bayern zu untersuchen. Eingezwängt in ein Korsett eines konstitutionellen Machtgefüges, das dem, mit dem monarchischen Prinzip legitimierten König, unterstützt und gedrängt von dem sehr autokratisch geführten Deutschen Bund, fast unbeschränkte Verfügungsgewalt über das Wohl und Wehe der Untertanen gab, mussten sich die Liberalen, gleich welcher Schattierung, in einem ständigen Kampf gegen Repression und Reaktion versuchen, zu behaupten und für ihre liberalen Ziele einzustehen. Als einer der ersten deutschen Staaten erhielt das Königreich Bayern im Jahre 1818 eine Verfassung und mit ihr eine das ganze Land repräsentierende „Ständeversammlung“. Dadurch, dass zu dieser Zeit noch nicht von einem existierenden Parteiwesen gesprochen werden kann, kamen der Persönlichkeit und der „gesellschaftlichen Statur“ des einzelnen Parlamentariers in seiner Wirkmächtigkeit im Parlament große Bedeutung zu. Es ist also notwendig sich für diese Arbeit mit den Biografien zumindest der einflussreicheren Parlamentarier zu befassen, um eine hinreichend plausible und tragfähige politische Standortbestimmung vornehmen zu können und somit eine Einordnung der liberalen Bewegung im politischen Prozess zu bekommen. Die gewählten Vertreter in der „Ständeversammlung“ waren in ihrem Engagement in dieser Anfangsphase des Parlamentarismus noch nicht eingebunden in Fraktionen, gleichwohl gab es gruppenbildende, gesellschaftliche Bindungen und persönliche Beziehungen, die einen markanten Einfluss auf die parlamentarische Arbeit ausgeübt haben. Die Sitzungsprotokolle der Abgeordneten- und der Reichsrätekammer sowie zeitgenössische Presseberichterstattung, ergänzt durch periodische Veröffentlichungen, Flugschriften und Korrespondenz bilden die Quellengrundlage , um den Prozess der liberalen Fraktions- und Parteibildung zu analysieren.
Krisen und Kontinuitäten: Die Grafen zu Ortenburg und ihre Beziehungen im bayerischen Kontext im 18. und 19. Jahrhundert
Dissertationsprojekt von Julia Eder, Erstbetreuerin: Prof. Dr. Britta Kägler
Das geplante Promotionsvorhaben widmet sich der eingehenden Untersuchung des bayerischen Adels mit einem besonderen Fokus auf das Adelsgeschlecht der Grafen zu Ortenburg im 18. und 19. Jahrhundert.
Die Grafschaft Ortenburg zeichnet sich durch ihre evangelische Konfession innerhalb des umliegenden katholischen Kurfürstentums und späteren Königreichs Bayern aus, was eine Analyse der Beziehungen zwischen den evangelischen Grafen und den bayerischen Kurfürsten respektive Königen besonders aufschlussreich erscheinen lässt. Der Blick der Arbeit richtet sich deshalb sowohl auf die Interaktionen zwischen den Adelsgeschlechtern als auch zwischen zentralen Einzelakteuren. Dabei wird insbesondere die Rolle der Frauen der Grafen zu Ortenburg unter dem Aspekt der vormundschaftlichen Stellvertreterregentschaften beleuchtet, um aufzuzeigen, inwiefern diese von den männlichen Vorgängern geprägt wurden oder sich durch das Paradigma der Eigenständigkeit charakterisieren lassen.
Der Untersuchungszeitraum ist geprägt von bedeutenden Ereignissen und Umbrüchen in der Herrschaft der Wittelsbacher. In diesem Zeitraum seien exemplarisch der Spanische, Österreichische und Bayerische Erbfolgekrieg, das Ende der altbayerischen Linie sowie die Mediatisierung und Säkularisation genannt. Für Ortenburg ging damit zudem die Eingliederung in das Königreich Bayern einher, was die Analyse von Krisenentwicklungen sowie den Umgang mit Krisen – heruntergebrochen vom Haus Wittelsbach auf kleinere Adelsgeschlechter – ermöglicht.
Vergleichend wird ein weiteres Adelsgeschlechts aus Oberösterreich herangezogen, um dessen Beziehungen zum Haus Habsburg und ähnliche historische (Krisen-)Entwicklungen nachvollziehen zu können. Diese Gegenüberstellung erweitert den geografischen wie historischen Rahmen der Untersuchung und bietet neue Perspektiven auf die Dynamiken des Adels im süddeutschen und angrenzenden Raum.
Zwischen Dom und Nibelungenhalle. Kirchliche Großveranstaltungen in Passau im Spannungsfeld von Stadt und Kirche (1933-1945) (Arbeitstitel)
Dissertationsprojekt von von Teresa Lindner, Erstbetreuerin: Prof. Dr. Britta Kägler
Jubiläen und Jubiläumsfeiern sind in unserer Gesellschaft allgegenwärtig. Universitäten und Unternehmen gedenken dem Gründungstag und Städte und Kommunen erinnern an ihre Ersterwähnung. Im privaten Umfeld werden runde Geburtstage, Hochzeits- und Berufsjubiläen gefeiert. Auch die katholischen Bistümer zelebrieren ihre Jubiläen. So feierte beispielsweise das Bistum Bamberg im Jahr 2007 sein 1000-jähriges Bestehen. Im Bistum Passau stand im Jahr 1939 ein ganz besonderes Jubiläum vor der Tür: Der Gründungstag jährte sich zum 1200ten Mal.
Im Zentrum des Dissertationsprojekts stehen die Beziehungen zwischen der katholischen Kirche und der NSDAP, die vor dem Hintergrund der Durchführung von kirchlichen Feiertagen und Veranstaltungen, wie dem 1200-jährigen Bistumsjubiläum, analysiert werden. Es kommt in diesem Zusammenhang in fast allen Bereichen zu Konflikten und zum Erlass besonderer Beschränkungen durch die Partei, denen sich die Kirchenvertreter bei der Gestaltung der Festlichkeiten letztlich beugen mussten. Trotz allem gelang es der Kirche, die Feiern in den von der Partei vorgegebenen Rahmenbedingungen durchzuführen und sich somit eine gewisse Selbstständigkeit zu bewahren. Die Erforschung des kirchlichen Lebens in Passau während der NS-Diktatur ist in diesem Fall besonders relevant, da die katholische Kirche dort so stark verankert war. Infolgedessen musste sich die NSDAP wohl oder übel mit den dortigen Kirchenvertretern arrangieren, obwohl diese der örtlichen Parteigruppe vor 1933 unter anderem die Fahnenweihen im Dom verweigerten. Aus diesem Grund bilden die Korrespondenzen zwischen den Akteuren die Grundlage des untersuchten Quellenstands. Neben Verwaltungsschriftgut und Aufzeichnungen der Hauptpersonen wird dieser zusätzlich durch Zeitungsquellen und Fotografien erweitert. Als Vergleichsfolie zu den kirchlichen Großveranstaltungen werden außerdem einige ausgewählte Veranstaltungen der NSDAP in der Stadt Passau herangezogen.
Die Arbeit liefert weiterhin Einblicke in die Regierungspraxis des NS-Regimes auf der Lokal- bzw. Regionalebene, indem sie die unteren Instanzen der Verwaltung (Landräte), der Kommune (Bürgermeister) und der Parteigliederung (Kreisleitung) in den Fokus nimmt. Es soll deutlich gemacht werden, welche Personen beim Umgang mit kirchlichen Angelegenheiten, wie zum Beispiel dem Bistumsjubiläum, die Entscheidungsgewalt innehatten. Dadurch kann der Frage nachgegangen werden, ob im Fall Passaus von einem selbstständigen städtischen und kommunalen Regierungshandeln gesprochen werden kann. Hierbei sind ebenfalls die Interaktionsprozesse der lokalpolitischen Ebene mit ihren übergeordneten Stellen relevant.
Königlich Bayerisches Lyzeum und Philosophisch-Theologische Hochschule Passau 1833–1965. Eine bayerische Bildungsinstitution zwischen Selbstverständnis und Fremdbestimmung 22. Oktober 2024
Promotionsprojekt von Simon Meier, M.A., Erstbetreuerin: Prof. Dr. Britta Kägler
Lyzeen – im Allgemeinen als Terminus für höhere Mädchenschulen verwendet – bezeichneten im Königreich Bayern Spezialhochschulen für das philosophische und katholisch-theologische Studium, die den theologischen Fakultäten der Landesuniversitäten gleichgestellt waren. Als staatlich finanzierte Bildungsinstitutionen, die zwischen Gymnasium und Universität zu verorten waren, dienten Lyzeen vorrangig dem wissenschaftlichen Studium der Priesteramtskandidaten. Im Vollzug des Bayerischen Konkordats von 1817 wurde in sämtlichen bayerischen Diözesen ein Lyzeum errichtet, so im Jahr 1833 auch in Passau. Lyzeen zeichneten sich gerade im 19. Jahrhundert dadurch aus, dass sie kaum akademische Selbstverwaltungsrechte besaßen und in hohem Maße sowohl dem Zugriff staatlicher als auch kirchlicher Behörden ausgesetzt waren. Kaum Notiz genommen wurde bisher von den durchaus erfolgreichen Bemühungen der Institutionen und ihren politischen Fürsprechern um vermehrte gesellschaftliche Anerkennung und zunehmende Gleichstellung mit den Universitäten.
Mein Promotionsprojekt untersucht unter Rückgriff auf die allgemeine Geschichte der Lyzeen speziell das Lyzeum Passau, 1923 in Philosophisch-Theologische Hochschule umbenannt, von der Gründungszeit im frühen 19. Jahrhundert bis zu den zunehmenden Auflösungserscheinungen der Hochschule in den 1960er Jahren. Die Herangehensweise ist dabei eine doppelte: Einerseits wird der Frage nachgegangen, welche Erwartungen Staat und Kirche im jeweiligen Staatssystem – Königreich Bayern, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Bundesrepublik Deutschland – an die Passauer Hochschule stellten, andererseits wird herausgearbeitet, welches Selbstverständnis die Hochschule mit ihren prägenden Persönlichkeiten selbst entwickelte. Mit der dezidierten Positionierung als Stütze des Katholizismus im Bistum Passau, als Wahrerin einer katholischen Lebensweise, aber zugleich nicht weniger als wissenschaftliche Bildungsinstitution geriet die Passauer Hochschule seit 1918 und zumal mit Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft in Konflikt mit einem Staatssystem, das ihre Existenz zunehmend in Frage stellte. Mit der Wiederöffnung im Jahr 1945 setzten Transformationsprozesse ein, die den ursprünglichen Charakter der Hochschule unwiederbringlich veränderten und letztlich, gepaart mit innerkirchlichen Reformbewegungen, Ende der 1960er Jahre zum Niedergang führten.
Methodisch ist das Vorhaben zwischen Landes-, Kirchen- und Sozialgeschichte zu verorten und kann dabei auf eine umfangreiche Grundlage ungedruckter Quellen, hauptsächlich aus dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv, dem Staatsarchiv Landshut, dem Archiv des Bistums Passau, dem Stadtarchiv Passau und dem Universitätsarchiv Passau, zurückgreifen.
Das letzte jüdische Shtetl Europas – Die Auflösung des Regierungslagers Föhrenwald
Dissertationsprojekt von Rhiannon Moutafis, Erstbetreuerin: Prof. Dr. Britta Kägler
Im Februar 1957 schloss das letzte europäische Lager für jüdische Displaced Persons (DPs). Die Auflösung des Lagers Föhrenwald war seit der Übernahme des Lagers durch den bayerischen Staat im Dezember 1951 das Ziel der zuständigen Behörden, verzögerte sich aber um mehrere Jahre, beispielsweise wegen der Schwierigkeiten der häufig erkrankten DPs, Emigrationsmöglichkeiten zu finden oder dem plötzlichen Zuwachs der Lagerbevölkerung durch die Rückkehr bereits emigrierter Lagerbewohner/-innen. Das katholische Siedlungs- und Wohnungsbauwerk der Erzdiözese München und Freising kaufte das Gelände bereits 1955, um dort kinderreiche, katholische, heimatvertriebene Familien anzusiedeln. Die ersten Heimatvertriebenen zogen bereits nach Föhrenwald, als im Lager noch jüdische Holocaust-Überlebende wohnten. Daraus ergibt sich eine Übergangsphase von etwa einem Jahr, in der diese zwei Bevölkerungsgruppen auf engem Raum zusammenlebten.
Das Promotionsprojekt arbeitet den langwierigen Auflösungsprozess des letzten jüdischen DP-Lagers in Europa politisch und sozialhistorisch auf. Der Fokus der Arbeit liegt auf der Lagerbevölkerung, den bayerischen Behörden und den dortigen Entscheidungsträgern, sowie deren Interaktionen und Kooperationen mit jüdischen Hilfsorganisationen. In einzelnen Fällen, wie etwa bei Verfassungsbeschwerden von Lagerbewohnern/-innen, bei der Wohnungsakquise in anderen deutschen Städten und der Aus- und Einwanderung jüdischer DPs wird der Untersuchungsraum auf die bundesdeutsche und internationale Perspektive erweitert. Die in der bisherigen Forschung unbeachtete Übergangsphase mit jüdischen und heimatvertriebenen Bewohnern/-innen Föhrenwalds wird aufgrund des Mangels an schriftlichen Quellen anhand von Zeitzeugeninterviews untersucht. Durch den Fokus auf bisher unbearbeitete Quellenbestände und Themen stellt diese Arbeit einen vervollständigenden Beitrag zur internationalen DP-Forschung und der deutschen Nachkriegsgeschichte dar.
Die Jugoslawienkriege in der Wahrnehmung staatlicher Akteure der Tschechoslowakei und ihrer Nachfolgestaaten 1991-1995 (Arbeitstitel)
Dissertationsprojekt von Stefan Sagberger, Erstbetreuer: Prof. Dr. Ulf Brunnbauer (Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung), Zweitbetreuerin: Prof. Dr. Britta Kägler
Das Ende des Kalten Krieges mischte die Karten der internationalen Staatenwelt neu. Sowohl in Mittelost- als auch Südosteuropa wurden durch diesen historischen Umbruch bestehende Landesgrenzen und Staatszugehörigkeiten auf verschiedene Arten in Frage gestellt. Die daraus resultierende Auflösung einiger postkommunistischer Staaten im Laufe der 1990er Jahre zeichnete ein neues Bild von der politischen Landkarte Europas.
In diesem Promotionsprojekt geht es konkret um die Auflösungen von Jugoslawien und der Tschechoslowakei, die gänzlich unterschiedlich abgelaufen sind. Während Jugoslawien in blutigen Kriegen versank, trennten sich Tschechen und Slowaken beim Jahreswechsel 1992/93 friedlich voneinander. Im Rahmen des Projektes wird allerdings weniger nach den Gründen für die unterschiedlichen Prozesse gesucht, vielmehr eine bestimmte Perspektive – nämlich die tschechoslowakische (bzw. tschechische und slowakische) – eingenommen. Die übergeordnete Forschungsfrage lautet: Wie wurden die Jugoslawienkriege von politischen Akteuren der Tschechoslowakei (bzw. ab 1993 von tschechischen und slowakischen politischen Akteuren) wahrgenommen? Daraus abgeleitet werden weitere Fragen, etwa hinsichtlich der Haltungen gegenüber den unterschiedlichen Kriegsparteien, den historischen Verflechtungen mit der Region, dem Selbstbild in Hinblick auf die europäische Integration (als Beispiel einer „guten“ Trennung gegenüber den kriegerischen Auseinandersetzungen), der Beteiligung am humanitären Interventionismus oder auch den eigenen Minderheiten auf dem Westbalkan. Daneben gilt es herauszufinden, ob sich die tschechischen und slowakischen Positionen nach 1992 voneinander unterscheiden. Der Untersuchungszeitraum definiert sich durch den Beginn der Kampfhandlungen im Juni 1991 bis zum Abkommen von Dayton im November 1995, wobei auch die postkommunistische Vorgeschichte ab 1989 nicht außer Acht gelassen wird.
Die Analyse ist in der transregionalen bzw. transnationalen Geschichte angesiedelt und hat den Anspruch, die Fragestellung aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Nicht nur zwischen tschechoslowakischen, tschechischen und slowakischen Positionen wird dabei differenziert, auch setzt sich der Quellenkorpus aus unterschiedlichen politischen Ebenen (z. B. Parlamentsdebatten, Berichten der diplomatischen Vertretungen vor Ort, Aussagen hochrangiger Politiker) zusammen. Viele Archivdokumente, die in die zeitgeschichtliche Untersuchung miteinbezogen werden, unterlagen bis Projektbeginn der üblichen Sperrfrist von 30 Jahren.
Das Vorhaben ist ein Teil des Projekts Reordering Yugoslavia, Rethinking Europe – A Transregional History of the Yugoslav Wars and the Post-Cold War Order (1991-1995), gefördert durch die Leibniz-Gemeinschaft im Programm Kooperative Exzellenz.